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Boxerfreunde Köln e.V. – Der Hundesportverein in Köln Ossendorf führt Hundeausbildungen für alle Hunderassen durch

von Kalle Joest

Der Verein Boxerfreunde Köln e.V. ist ein Hundesportverein im Stadtbezirk Ehrenfeld mit seinem Clubhaus und Hundeübungsplatz an der Butzweilerstr. in Ossendorf. Dieser Verein wurde zu Zeiten, als die Hunderasse der „Boxer“ sehr verbreitet war, von einem Freundeskreis von Boxerhaltern gegründet.
Der Verein ist Mitglied des Deutschen Sporthunde Verbandes (DSV) unter dem Dach Verband des deutschen Hundewesens VDH. Für einen Jahresmitgliedsbeitrag von 79 € wird jede/r Hundeführer/in mit seinen Hund von den geschulten Trainer/innen des Vereins ausbildet. Die Ausbildung umfasst die Welpenschule und Junghundausbildung, die Begleithund- mit entsprechender Begleithund- Prüfung (BH- Prüfung), Vielseitigkeitsausbildung, sowie Fährtensuchausbildung und Agility (Hundesport).

„Kampfhunde“ bzw. die sogenannten Anlage- Hunde nimmt der Verein grundsätzlich nicht auf. Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen möglich, wenn der Halter sämtliche in der Anlage der Hundeverordnung NRW formulierten erforderlichen Auflagen erfüllt und nachweisen kann.

Den Hundesportvereinen wird in der Öffentlichkeit wenig Bedeutung bei gemessen, während die Hundeschulen in der öffentlichen Wahrnehmung viel stärker wahrgenommen werden. Durch falsche Führung des Hundes oder missverständlichem Verhalten von Mensch und Hund, kommt es immer wieder zu problematischen Situationen. Hundehaltung ist auch in Köln sehr verbreitet. Leider schaffen sich viele Menschen Hunde an, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass es lebendige Wesen mit eigenen Bedürfnissen sind. Die Hunde werden oft als liebliche Welpen angeschafft. Aber der noch so „süße“ Welpe kann sich rasch schon während des Heranwachsens von einer ganz anderen Seite zeigen. Schnell kann dann aus dem missverstandenen vermenschlichten, unterforderten oder schlecht geführten Hund ein Problemhund werden. Hierauf haben sich viele private Hundeschulen eingestellt. Sie bieten schnelle Hilfe an, die in der Regel im Vergleich teuer sind und oft nicht nachhaltig sind. Gute Hundeschulen, die sich mit entsprechend gut ausgebildeten Trainern um Hund und Halter bemühen, erzielen in den vereinbarten Trainingsstunden die gewünschten Ergebnisse.

Regelmäßiges Training mit dem Hund in einem anerkannten Hundesportverein, wie bei den Boxerfreunden stellt sicher, dass das Erlernte immer wieder aufgefrischt, weiterentwickelt  und abgerufen werden kann, so dass an beiden Enden der Hundleine das Gelernten stetig weiter entwickelt wird.

Vieles an problematischem Verhalten von Hunden entstünde erst gar nicht, wenn Hundehalter mehr über ihre Schützlinge wüssten…!
Für Hundehalter ist eine gewisse Sachkunde und Wissen rund um die Erziehung zum wesensfesten, gehorsamen Hund insbesondere in der Großstadt außerordentlich wichtig. Die behördlichen Auflagen nach der Landeshundeverordnung für NRW sind zu erfüllen und werden von den Boxerfreunden genau beachtet. Auf dieser Grundlage haben die Boxerfreunde die artgerechte Erziehung, Ausbildung und den Sport mit dem Hund und dem Halter auf ihre Fahne geschrieben. Die Ausbilder der Boxerfreunde werden regelmäßig geschult und verfügen über die nötigen Sachkundenachweise, sodass in den Trainingsstunden das erforderliche Wissen an die Hundeführer/innen vermittelt wird.

Der Verein verfolgt entsprechend des Leitfadens des DSV’s das Ziel, Menschen und Hunde zu einem harmonischen Zusammenleben zu verhelfen. Damit eine verständnisvolle Partnerschaft zwischen dem Hund und seinem Halter entsteht, werden sie in die Ausbildung mit einbezogen. Hundeerziehung heißt in erster Linie auch Halterschulung. Der gut ausgebildete Halter kann draußen in der Stadt und in seinem Umfeld das gemeinsam Erlernte mit seinem Hund umsetzen, und trägt so zu einem problemlosen Zusammenleben von Hund und Mensch in der Großstadt bei. Deshalb legt der Verein ein besonderes Merkmal auf eine gute Erziehung, die die Unterordnung des Hundes zum Ziel hat. Hierbei werden die Grundbedürfnisse des Hundes nach Bewegung, Wachsamkeit, Spielen und Spurensuche ausdrücklich gefördert und als wichtige Voraussetzung für eine artgerechte Erziehung genutzt, die auf Belohnung und Zuneigung setzt. Hierdurch wird eine feste Bindung vom Hund zum Menschen geknüpft, die den Hund zu einem problemlosen und lebensfrohen Begleiter des Menschen machen soll.

Der VDH hat eine rechtlich anerkannte Prüfungsordnung, die für alle an diesem Verband angegliederten Vereine gültig ist, ausgearbeitet. Hundeschulen die keinen Vereinsstatus im VDH haben, dürfen und können diese Prüfung weder abhalten noch anbieten.

Diese sogenannte Begleithundprüfung (BH- Prüfung) ist die Grundlage für weitere Hundeausbildungen beispielsweise in Agility, Vielseitigkeitsausbildungen etc. mit den entsprechenden Prüfungen. Die BH- Prüfungen dürfen nur von zertifizierten Leistungsrichtern des VDH vorgenommen werden. Die Boxerfreunde bilden nachdem die Hunde die BH- Prüfung bestanden haben, ihre Hunde vornehmlich in den Bereichen Agility und Fährtensuche weiter aus.

Die BH- Prüfung besteht im Wesentlichen aus Unterordnungselementen, wie Leinenführung, freier Sitz / freier Platz mit und ohne Abrufen. In unterschiedlichen Gangarten werden Kehrt- bzw Richtungswendungen sowie diszipliniertes Durchschreiten von Menschengruppen einbezogen. Weitere wichtige Elemente dieser Prüfung ist die freie Ablage des Hundes während ein weiterer Hund auf dem Platz agiert (der Hund darf in dieser Übung seine Platzhaltung nicht verlassen), sowie eine Außenübung in einer lebensnahen Situation (beispielsweise an einer Straßenbahnhaltestelle). Ziel ist es, dass Hundeführer/in und Hund eine Einheit bilden, in dem der Hund den erlernten Anweisungen strikt folgt.

Wenn die Boxerfreunde Hundeführer/in und Hund soweit trainiert haben, dass sie diese Prüfung bestehen können, wird den Boxerfreunden ein Leistungsrichter zugeordnet, der an einem festgelegten Termin die Prüfung der angemeldeten Hunde auf dem Hundeübungsplatz der Boxerfreunde abnimmt.

Die Hunde der Boxerfreunde werden mit ihren Hundeführern schon im Welpenalter vorsichtig mit angemessener Konsequenz an diese Prüfung herangeführt, indem zunächst spielerisch und im folgenden immer konsequenter die Prüfungssequenzen eingeübt werden und anschließend als Ganzes trainiert werden. Mit Erreichen des 15 Lebensmonates sind die Hunde in der Regel in der Lage die BH- Prüfung erfolgreich zu laufen.

Die Clubmeisterschaft der Boxerfreunde setzt auf diese Prüfungsordnung mit den zu vergebenden Punkten auf, und wird im Jahr in vier Läufen durchgeführt. Am Ende dieser Läufe findet dann die Prüfung statt.

Clubmeister wird der, der insgesamt die meisten Punkte gesammelt hat.

Mit dieser Form der gezielten Prüfungsvorbereitung in Verbindung mit dem sportlichen Charakter der Clubmeisterschaft gelingt es den Boxerfreunden, dass in der Regel alle zur Prüfung angemeldeten Hunde, diese BH- Prüfung oft schon im ersten Versuch bestehen. Die Clubmeisterschaft wird mit der entsprechenden  Prüfung bei den Boxerfreunden jedes Jahr neu ausgeschrieben, so dass die Hunde und Halter das Erlernte im sportlichen Wettkampf weiter entwickeln und sich jedes Jahr erneut der Prüfung stellen.

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