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Schluss mit Lustig am Ehrenfelder Bahndamm – DB muss zurück in die Verantwortung

Von Jürgen Brock-Mildenberger

Langsam aber sicher platzt den Menschen in Ehrenfeld der Kragen. Man kann schon seit einiger Zeit spüren: Zehn Jahre Trauerspiel um den Nicht-Rückbau der Bahnbögen, die sich quer durch ihren Stadtteil ziehen, sind genug!

Vor diesem Hintergrund hat die Ehrenfelder SPD auf dem Straßenfest Venloer Straße ca. 300 Unterschriften für einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, gesammelt.

Zur Erinnerung: Die Trasse der Bahnstrecke Köln-Aachen-Brüssel, wurde in den Jahren 1997- 2002 für S-Bahn, Hochgeschwindigkeitsnetz und Güterfernverkehr ausgebaut. Dafür wurden umfangreiche Umbauten an den Gleisanlagen, die auf denkmalgeschützten Viaduktbögen liegen, erforderlich. Deshalb wurde damals den langjährigen Nutzern der Bögen, vorwiegend Handwerks- und anderen Gewerbebetrieben, seitens der DB gekündigt.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen vergab die DB die Nutzung an einen angeblich in diesem Metier erfahrenen Generalinvestor. Dieser stellt der staunenden Öffentlichkeit seitdem glänzende Entwicklungsaussichten für die Bahnbögen in Aussicht. Mal ist von einer Flaniermeile mal von einem Gastroboulevard die Rede. Doch außer dem in der Nachbarschaft umstrittenen „Club Bahnhof Ehrenfeld“ wurde bisher nichts nennenswertes realisiert. Der gesamte Bereich bietet ein Bild der Verwahrlosung und stört erheblich das Erscheinungsbild von Ehrenfeld.

Das Schreiben wurde in diesen Tagen  in die Post gegeben und soll die Deutsche Bahn AG als den Hauptverantwortlichen des Desasters wieder ins Zentrum des Geschehens rücken.

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