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Kennen Sie Ihren Abwasserkanal?

Immer mehr Gemeinden gehen dazu über, die Gefahr für Abwasser-Rohrleitungen außerhalb des Grundstücks, auf die Grundstückseigentümer abzuwälzen. In Köln trägt der Grundstückseigentümer die Gefahr für Ableitungsrohre der Wasserversorgung, die außerhalb des Grundstücks verlaufen.
Umweltschutz wird immer wichtiger – gerade vor der eigenen Haustüre. Aber: Wissen Sie, ob Ihr privater Abwasserkanal wirklich dicht ist oder ob evtl. Abwasser austritt und so Boden und Grundwasser verunreinigt?
Die meisten Kölner Grundstückseigentümer wissen dies nicht; denn da die Abwasserkanäle unter der Erde liegen, sind evtl. vorhandene Schäden nicht sichtbar.

Um unser Trinkwasser zu schützen, gibt es in Nordrhein-Westfalen einen neuen Paragraphen im Landeswassergesetz. In diesem ist geregelt, dass alle Grundstückseigentümer bis spätestens Ende 2015 ihre privaten Abwasserkanäle auf Dichtheit prüfen lassen müssen, um sichergehen zu können, dass kein Abwasser austritt (§ 61a LWG). In Wasserschutzzonen, in denen das Grundwasser einem besonderen Schutz unterliegt, sind diese Fristen verkürzt. „In Köln-Vogelsang liegt nur der nördliche Streifen, entlang der Venloer Str. in einer Wasserschutzzone“, so Herr Müller von den Stadtentwässerungsbetrieben.

Der private Abwasserkanal umfasst sämtliche Grundleitungen auf Ihrem Grundstück. Darüber hinaus jedoch auch den Hausanschlusskanal, also das Teilstück von der öffentlichen Kanalisation bis zur Grundstücksgrenze. Der Hausanschlusskanal ist Bestandteil der Grundstücksentwässerungsleitung und liegt deshalb ebenfalls im Verantwortungsbereich eines jeden Grundstückseigentümers.

„Wie sich zeigt, wissen viele Haus- und Grundstücksbesitzer nicht, das auch die Rohrleitungen unter deren Haus – d.h. die unterhalb des Fundamentes verlaufen – versicherungstechnisch zu den Rohrleitungen außerhalb des versicherten Grundstücks gehören. Somit wird es für viele im Schadensfall ein böses Erwachen geben, wenn der Versicherer die Regulierung ablehnt. Jeder Haus- und Grundstücksbesitzer sollte hier auf seinen Versicherer aktiv zugehen.“, so Versicherungsexperte Christian Butz – und weiter: „In der Gebäudeversicherung kann man häufig Ableitungsrohre außerhalb des versicherten Grundstücks in der Gebäudeversicherung mit einschließen.“

Gibt es öffentliche Fördergelder?
Haben Sie festgestellt, dass Ihr Abwasserkanal undicht ist und saniert werden muss? Die Kosten für die Sanierung sind vom Grundstückseigentümer vollständig selbst zu tragen.
Die KfW (Anstalt des öffentlichen Rechts, früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert die Dichtheitsprüfung und die Sanierung des Abwasserkanals auf dem eigenen Grundstück. Den Antrag stellen Sie ausschließlich über Ihre Hausbank. Hier erhalten Sie auch weitergehende Informationen zur Förderung. Bitte beachten Sie unbedingt dass die Förderung vor Beginn der Arbeiten beantragt werden muss.

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