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Nachtbusse und Nachtbahnen für Köln

von Vahit Güzelburc

Köln…eine Millionenstadt. Eine Stadt mit viel Potenzial in der Region, im Land, Bund und sogar innerhalb der EU. Köln gehört seit neuestem zur Liga der Millionenstädte Deutschlands und hat sich zu einem der wichtigsten Wirtschafts-, Universitäts- und Tourismusstandorte Europas entwickelt. Um diese Entwicklung weiter zu fördern muss die öffentliche Verkehrsinfrastruktur in Köln weiter ausgebaut werden. Das hat sich OB Jürgen Roters in Kooperation mit SPD und Grünen auf die Fahne geschrieben. Aus dem Koalitionsvertrag beider Parteien geht hervor, dass in dieser Legislaturperiode eine Ausweitung des öffentlichen Nachtverkehrssystems geplant ist. Ein Thema, dass sich schon seit vielen Jahren immer wieder durch die Kommunalpolitik zieht, jedoch nie wirklich in Angriff genommen wurde.

Aktuell ist die Situation so, dass an Werktagen (Mo-Fr) die Bahnen nur bis spätestens ca 1.00 Uhr Nachts unterwegs sind. Die nächsten Bahnen fahren erst wieder gegen 5.00 Uhr morgens los. Am Wochenende fahren die Bahnen ab 1.00 Uhr Nachts nur einmal stündlich, so dass es regelmäßig zu langen Wartezeiten und überfüllten Bahnen kommt.

Eine Ausweitung des Fahrplantakts in den Nachtstunden am Wochenende und vor allem in der Wochenmitte wäre hier für Köln eine lohnenswerte Investition. Die Vorteile eines durchgängigen Nachtverkehrssytems liegen auf der Hand. Neben der gesteigerten Lebensqualität in unserer Stadt und der daraus folgenden Attraktivität für die Bürger, könnte sich Köln als Wirtschaftsstandort weiter etablieren. Neben der Gastronomie würden auch Nacht- und Schichtarbeiter, von denen Köln eine Menge hat,  von einem Nachtverkehrssystem profitieren. Der Tourismus, der sich als ein wichtiger Wirtschaftszweig entwickelt hat, könnte noch weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus wäre dies ein weiteres Argument für Arbeitgeber in den Wirtschaftsstandort Köln zu investieren. Auch beim Werben um qualifizierte Arbeitnehmer wäre die Attraktivität der Stadt ein wichtiges Argument.

Aber auch Sicherheitsaspekte sind beim Nachtverkehrssystem von Bedeutung. Neben der Präventionswirkung gegen alkoholisiertes Führen eines Kraftwagens durch alternative Beförderungsmöglichkeiten in der Wochenmitte, ist es auch sicherer, vor allem für Frauen, wenn diese nicht ihren Heimweg zu Fuß in der Nacht antreten müssten. Denn auch dies kommt gerade bei jungen Damen und StudentInnen viel zu häufig vor. Dies birgt potenzielle Gefahren, wogegen ein Nachverkehrssystem eine präventive Wirkung entfalten könnte.

Nicht zu vernachlässigen wäre auch der Beitrag zur Umwelt. Durch ein Nachtverkehrssystem könnte Köln auch in der Umweltpolitik einen wertvollen Beitrag leisten. Der Umstieg vom PKW in Bus und Bahn würde dadurch gefördert werden.

Fakt ist auch, das Nachbarstädte wie Bonn und Solingen längst ein Nachtverkehrssystem eingeführt haben, welches von der Bevölkerung dankbar in Anspruch genommen wird. Köln fährt dabei „sprichwörtlich“ hinterher.

Zu erwähnen wäre auch, dass diese Forderung auch schon“ von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen des Bürgerhaushaltes gefordert wurde. Bedarf und Interesse der Kölnerinnen und Kölner ist ebenfalls gegeben. Weiterhin ist ein Nachtverkehrssystem auch Bestandteil des Wahlprogramms und des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Grünen welches als Wahlversprechen auch umgesetzt werden muss.

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung und werden regelmäßig über dieses Thema berichten!

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